Wohnquartiere für Alle

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Symbolbild Wohnquartier (pixabay/mastersenaiper)
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„Altersgerechte Stadt im Lichte des demografischen Wandels“: Vier Quartiersprofile für altersgerechte Wohnquartiere

Im Rahmen des Projektes „Altersgerechte Stadt im Lichte des demografischen Wandels“ legt die Sozialverwaltung jetzt vier Quartiersprofile für altersgerechte Wohnquartiere vor. Die Verwaltungsspitze befasste sich in der Sitzung am Dienstag, 4. September, mit den Beispielprofilen aus Derne, Jungferntal, Marten und Menglinghausen. Diese bieten einen differenzierten Eindruck über die dortigen Wohn- und Lebensbedingungen.

Die Stadt Dortmund erarbeitet zurzeit eine gesamtstädtische Strategie und ein zukunftsweisendes Konzept für altersgerechte Quartiere. Dieser Abschlussbericht wird im kommenden Jahr dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Seit Anfang 2016 arbeitet eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe unter der Leitung des Sozialamtes ämterübergreifend an einem Konzept, um möglichst alle Fachplanungen aus den Bereichen Soziales, Wohnen, Gesundheit und Stadtplanung in die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft einzubeziehen. Der Seniorenbeirat, der Integrationsrat, das behindertenpolitische Netzwerk und die Wohlfahrtsverbände sind daran beteiligt.

„Dortmund geht mit dieser ämterübergreifenden Zusammenarbeit in der Seniorenarbeit mit gutem Beispiel voran. Nur wenige Großstädte in Deutschland befassen sich so intensiv mit den kommunalen Erfordernissen, ihre Wohnquartiere für das Alter ‚demografiefest‘ zu gestalten“, betont Sozialdezernentin Birgit Zoerner.

Neben Workshops, Expertengesprächen und Bürgerwerkstätten wurden exemplarisch die vier Ortsteile näher untersucht. Die heutigen Wohn- und Lebensbedingungen wurden bewertet. Es wurden Vorschläge erarbeitet, welche Maßnahmen aus Sicht älterer Menschen erforderlich sind, um im unmittelbaren Wohnquartier gut leben zu können.

Gibt es genug Seniorenwohnungen, wie ist die Nahversorgung zu beurteilen, sind soziale Angebote vorhanden und ist die gesundheitliche und pflegerische Versorgung ortsnah und bedarfsgerecht? Diese und andere Strukturen werden in den Quartiersprofilen genau beschrieben und Lücken oder Verbesserungsvorschläge benannt.

155.00 Menschen in Dortmund sind 60 Jahre und älter

Ältere Menschen möchten selbstbestimmt und selbstständig ihr Leben gestalten und in der Regel so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Selbst bei einer Pflegebedürftigkeit vermeiden Senioren möglichst den Umzug in eine Einrichtung und nehmen die häusliche Unterstützung durch Angehörige oder ambulante Dienste in Anspruch.

Es ist von großer Bedeutung, dass die Wohn- und Lebensbedingungen im unmittelbaren Wohnquartier diesen Vorstellungen entsprechen. Gute Einkaufsmöglichkeiten, barrierefreies Wohnen, eine seniorengerechte Mobilität und wohnortnahe Angebote für soziale Teilhabe sowie örtliche Pflegedienste und Einrichtungen sind dafür wichtige Voraussetzungen.

In Dortmund sind bereits heute rund 155.000 Menschen 60 Jahre und älter; 34.000 von ihnen zählen zur Altersgruppe 80plus. Durch die steigende Lebenserwartung werden bereits im Jahr 2025 circa 40.000 Menschen dieses hohe Alter erreichen.

Hinzu kommt, dass ältere Menschen immer weniger auf die Unterstützung in der Familie bauen können. Moderne Familienformen und -modelle sowie die Mobilität im Berufsleben haben traditionelle Rollen wie die innerfamiliäre Pflegebereitschaft verändert.

Quelle: Stadt Dortmund

 

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