Gestaltungsbeirat feiert 17-jähriges Bestehen und blickt auf Arbeit in 2018 zurück

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Mitglieder des Gestaltungsbeirats um Planungsdezernent Ludger Wilde (rechts) und Vorsitzenden Prof. Christian Schlüter (4.v.r.) - Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Anja Kador / Dortmund-Agentur
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Seit 17 Jahren engagiert sich der Gestaltungsbeirat der Stadt in Entscheidungsprozessen der Dortmunder Baukultur. In 112 Sitzungen und circa 800 Projekten beriet er Bauherren, Architekten und Planende. 2018 waren die Themen u.a. das Areal Phoenix West, studentisches Wohnen und Hotelneubauten.

Zahlreiche Akteure in Dortmund unterstützen engagiert die Planungs- und Baukultur in der Stadt und entwickeln sie weiter. Wesentliches Element in den Diskussions- und Entscheidungsprozessen ist der Gestaltungsbeirat, der im Dezember 2001 eingerichtet wurde. Seit 17 Jahren berät er erfolgreich Bauherren, Architekten sowie Planende bei deren Konzepten und Projekten. In dieser Zeit wurden in 112 Sitzungen (zuzüglich Sondersitzungen und Exkursionen) circa 800 Projekte beraten.

Beratung u.a. zu Innenverdichtung, Wohn- und Geschäftsbauten

Im vergangenen Jahr gab es sechs Sitzungen, in denen 47 Projekte beraten wurden, einige davon mehrfach. Zu den Themen 2018 gehörten städtebauliche Konzepte zu Konversionsflächen und Innenverdichtung (z.B. Phoenix West), Projekte in der Innenstadt (z.B. die „Krämer-Höfe“ am Schwanenwall), studentisches Wohnen, Tageseinrichtungen für Kinder, Wohn-, Büro- und Geschäftsbauten (z.B. auf Hohenbuschei), Hotelneubauten (z.B. am Westfalentor) und Parkhäuser.

Im Mai unternahmen die Mitglieder des Beirates eine von Medien begleitete Exkursion zu realisierten und noch in Bau befindlichen Vorhaben, die in den Sitzungen beraten wurden.

Wichtiges Thema 2019: „Zukunftsgärten“ bei der IGA

Ins neue Jahr geht der Gestaltungsbeirat mit einem neuen Vorsitzenden: Prof. Christian Schlüter hat Prof. Christa Reicher in dieser Funktion abgelöst. Ein wichtiges Thema für den Beirat 2019 wird das Projekt der „Zukunftsgärten“ der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA), kündigte Planungsdezernent Ludger Wilde an.

Gestaltung des Stadtbildes

Der Beirat wird in den Beratungs- und Beurteilungsprozess für Bauvorhaben und Gestaltungsmaßnahmen eingeschaltet, die für das Stadtbild und die Qualität der Architektur in Dortmund von Bedeutung sind. Dabei geht es ebenso um übergeordnete Planungskonzepte wie um die Einfügung einzelner Gebäude oder Ensembles sowie die gestalterische Qualität einzelner Vorhaben.

Mitglieder aus verschiedenen Bereichen

Zum Gestaltungsbeirat gehören als externe Fachleute Architekten, Stadtplaner, eine Landschaftsarchitektin und eine Künstlerin, außerdem Vertreter der Fachpolitik, die Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen, mit Planungsfragen vertraute Mitglieder der Ratsfraktionen sowie der Planungsdezernent. Eine sachkundige Bürgerin sowie ein Vertreter des behindertenpolitischen Netzwerkes ergänzen die Runde. Die Geschäftsführung liegt beim Stadtplanungs- und Bauordnungsamt. Mit dieser im Vergleich zu anderen Gestaltungsbeiräten einzigartigen Zusammensetzung ist eine unmittelbare Beziehung zu den Gremien der kommunalen Politik hergestellt und eine neutrale sowie wirkungsvolle Arbeit gewährleistet.

Beratung führt manchmal zu geringeren Baukosten

Der Gestaltungsbeirat fällt keine Entscheidungen, sondern spricht Empfehlungen aus. Er hat die Aufgabe, bei Architekten sowie Bauherren für eine hohe Qualität der Stadtgestalt und damit des Lebensraumes Stadt zu werben. Seine auf höhere Qualität gerichteten Anregungen sollen keine unzumutbaren Steigerungen der Baukosten auslösen – Beispiele belegen, dass Beratungen im Gegenteil auch zu Kostensenkungen geführt haben.

Quelle: Stadt Dortmund

 

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