Festival „LiteraturAufRuhr“ gibt jungen Autoren verschiedener Kulturen eine Bühne

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Das Literaturhaus im Neuen Graben ist Hauptveranstaltungsort des neuen Festivals "LiteraturAufRuhr".Bild(Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): literaturhaus.dortmund 
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Das Ruhrgebiet hat ein neues Literatur-Festival: „LiteraturAufRuhr“ wird vom 1. April bis 17. Mai 2019 an fünf verschiedenen Orten in Dortmund stattfinden. Zentrum der über 20 Veranstaltungen ist das „literaturhaus.dortmund“. Neben Schreib-Werkstätten gehören zum Angebot Lesungen und Diskussionen.

Über sieben Wochen lädt „LiteraturAufRuhr“ Ruhrgebietler, die sich für Texte interessieren, ein zu Lesungen, Gesprächen, offenen Vorlese-Bühnen, Schreib-Wekstätten, Ferien-Akademien, Creative-Writing-Workshops, Poetry Slams und Schauspiel. Thematisch drehen sich viele Angebote um Europa, Migration und das Zusammenleben verschiedener Kulturen. Insbesondere jungen Menschen will das Festival die Gelegenheit geben, ihre Gedanken zu diesen Themen in kreativer Weise zu teilen.

Viele kostenlose Angebote

Für das Literatur-Projekt haben sich 18 Freunde, Partner und Förderer zusammengefunden, darunter das Kulturbüro der Stadt Dortmund, das Kommunale Integrationszentrum Dortmund, die Stadt- und Landesbibliothek und das Schauspiel Dortmund. Veranstaltungsorte sind neben dem „literaturhaus.dortmund“ im Neuen Graben 78, das Schauspielhaus Dortmund am Hiltropwall 15, das Jugendforum Nordstadt in der Rückertstraße 28, der Treffpunkt Stollenpark in der Bergmannstraße 51 sowie das Fritz-Hüser-Institut im Grubenweg 5. Viele Angebote sind kostenlos.

Gedankenschmiede für Nachwuchs-Autoren

„Wir möchten jungen Menschen eine Stimme geben, ihnen Gehör schenken – dass sie an der Gestaltung der Gesellschaft teilhaben und ihre eigene gemeinsame Zukunft planen und verwirklichen können. Wir möchten wissen, wie die Hoffnungen, Träume, Erfahrungen und Gedanken der jungen Menschen aussehen. Was sie sich wünschen, insbesondere hier im Ballungs- und Zuwanderungsraum Ruhrgebiet, in dem so viele verschiedene Kulturen zusammenkommen. Wir möchten einen Austausch dieser Gedanken realisieren“, heißt es in einer Pressemitteilung des Literaturhauses. „LiteraturAufRuhr“ sei ein Projekt, das eine junge Literatur-Vielfalt des Ruhrgebiets präsentieren solle und eine Gedankenschmiede sein soll. Die Veranstalter möchten Talente fördern und Gemeinsamkeit ermöglichen.

Kooperation mit Schauspiel

Nach der Lesung von Helene Bukowski aus ihrem Roman „Milchzähne“ am Montag, 1. April, geht es im Programm weiter mit einer Buchpremiere: Ece Temelkuran liest aus „Wenn dein Land nicht mehr dein Land ist oder Sieben Schritte in die Diktatur“. Die Autorin thematisiert populistisches Gedankengut und das Eintreten für die Demokratie. Mehrere Veranstaltungen bauen auf dem Stück „Ich, Europa“ auf, das aktuell im Schauspiel Dortmund gezeigt wird. So werden zur letzten Vorstellung des Stückes am Mittwoch, 10. April, alle elf Autoren der Texte, die auf die Bühne finden, anwesend sein. 

Workshops für Jugendliche

Mit Schülern aus dem Ruhrgebiet, u.a. von sechs Dortmunder Schulen, gibt es im Rahmen des Festivals sechs halbjährige Schreib-Werkstätten, die am 9. April starten. Acht- bis zwölfjährige Schreiber können sich von Montag, 15., bis Mittwoch, 17. April, in der Ferien-Akademie mit Ralf Thenior austoben und Geschichten erschaffen. Darüber hinaus haben junge Menschen ab 12 Jahren u.a. am Dienstag, 23. April, die Chance, sich als Wortakrobaten auszuprobieren. Im Treffpunkt Stollenpark laden Lütfiye Güzel und Tobi Katze ein zu einem Poetry-Slam-Workshop mit anschließender Präsentation der Ergbenisse. Eigene Texte vortragen können Interessierte auch beim „Open Mic“ am Freitag, 12. April, im Literaturhaus. Fünf Minuten Zeit gibt es, um Selbstgeschriebenes zum Thema Europa auf die Bühne zu bringen. Um das Motto des Stadtfestes, das am 11. und 12. Mai in der Dortmunder City steigt, geht es am Freitag, 10. Mai: „DORTBUNT“. Was bedeutet „DORTBUNT“? An diesem Datum tragen die Teilnehmenden ihre Antworten vor.

Lesungen wird es u.a. mit „LesArt.“-Preisträgern geben und auch Autoren wie Yavuz Ekinci, Iman Humaidan, Hank Zerbolesch oder André Herrmann laden dazu ein, ihre Texte und die Geschichten dahinter kennenzulernen.

Das komplette Programm sowie Informationen zu Anmeldunegn zu den Workshops sind im Internet verfügbar.
Einige Veranstaltungen kosten Eintritt, aber der Großteil ist kostenlos. Reservierungen können nicht vorgenommen werden. Der Einlass ist in der Regel eine halbe Stunde vor Programmbeginn. Für alle Schreib-, Lese- und Literatur-Angebote gelten begrenzte Teilnehmerzahlen. Anmeldungen sind per E-Mail möglich.

Quelle: Stadt Dortmund

 

 

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