4. Dortmunder Wissenschaftskonferenz beleuchtet Künstliche Intelligenz aus verschiedenen Perspektiven

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Am 6. November 2020 findet die 4. Dortmunder Wissenschaftskonferenz statt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist die Konferenz als Digitalkonferenz geplant. Leitthema in diesem Jahr ist „Künstliche Intelligenz“ (KI), das als zukünftiges Kompetenzfeld im Rahmen des Masterplans Wissenschaft 2.0 aufgebaut werden soll.

Künstliche Intelligenz (KI) begegnet uns mittlerweile in unserem Alltag an jeder Ecke – beim Online-Shopping, Videostreaming, Fitnesstraining oder bei der Partnersuche lassen wir uns von Künstlicher Intelligenz Empfehlungen geben oder überlassen sogar unsere Entscheidungen Algorithmen, die uns (vemeintlich?) besser kennen als wir uns selbst. Auch in der Arbeitswelt spielen KI-Technologien eine bedeutende Rolle – von intelligenten Fabrikanlagen bis zur KI-unterstützten Personalauswahl. Die 4. Dortmunder Wissenschaftskonferenz beschäftigt sich am 6. November mit Künstlicher Intelligenz aus verschiedenen Perspektiven – erstmals in digitalem Format.

Künstliche Intelligenz zeichnet sich dadurch aus, dass Programme lern- und anpassungsfähig sind und eigenständig auf Basis von Daten Problemlösungen über Maschinelles Lernen entwickeln. Daraus ergeben sich viele Chancen für nahezu alle Lebens- und Arbeitsbereiche, von der Medizin bis zur Logistik. Gleichzeitig werfen diese neuen Technologien ethische und soziale Fragen auf, z.B. im Kontext des Datenschutzes, der moralischen Grundlage von KI-Entscheidungen oder der sozialen Gerechtigkeit.

Die Dortmunder Wissenschaftskonferenz beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragen:

  • Welche Chancen und Herausforderungen gibt es für Unternehmen im Kontext KI?
  • Welchen Beitrag leistet die Dortmunder Forschung im Bereich KI?
  • Wie verändert KI unsere Gesellschaft? Wie wollen wir in Zukunft leben, lernen und arbeiten?
  • Welche ethischen Fragestellungen sind von Anfang an mitzudenken?

Zielgruppen der Veranstaltung sind die interessierte Öffentlichkeit, kleine und mittelständische Unternehmen, Netzwerkpartner*innen des Masterplans Wissenschaft sowie Pressevertreter*innen. Ziel ist die – durchaus auch kritische und unkonventionelle – Beleuchtung der Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven (Ethik, Wissenschaft, Wirtschaft).

Künstliche Intelligenz wird in Dortmund als neues wissenschaftliches Kompetenzfeld im Rahmen des Masterplans Wissenschaft 2.0 aufgebaut. Wissenschaftliche Leuchttürme dieses Kompetenzfelds sind beispielsweise das Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr an der Technischen Universität Dortmund (ML2R), das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), das Institut für die Digitalisierung von Arbeits- und Lebenswelten (IDiAL) der Fachhochschule Dortmund und der Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums (DRZ). Anwendungen für die Wirtschaft werden unter anderem im TechnologieZentrumDortmund erprobt und umgesetzt.

KI-Pionier Prof. Dr. Bernhard Schölkopf hält den Eröffnungsvortrag

Eine hochkarätige Keynote – vorgetragen von KI-Pionier Prof. Dr. Bernhard Schölkopf, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Tübingen – liefert inspirierenden Input. Bernhard Schölkopf ist vielfach ausgezeichneter Wissenschaftler im Bereich KI und gilt mit seiner Forschung zum Maschinellen Lernen als Vordenker. Als einer der meistzitierten Informatiker Deutschlands entwickelt er maschinelle Lernverfahren, die Kausalzusammenhänge erkennen und deren Nutzung erlernen. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Microsoft, ETH Zürich, Amazon sowie mehrere Start-ups.

KI in und für Dortmund

In parallel stattfindenden Sessions, die zusammen mit den Sprecher*innen der vier Themengruppen des Masterplans Wissenschaft 2.0 gestaltet wurden, haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit Expert*innen und Teilnehmenden zu vernetzen und Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz zu diskutieren. Oberthemen sind „Ethik und KI“, „KI Forschung made in Dortmund“ und „KI für KMU“.

Welche Chancen und Perspektiven KI für die Wissenschaftsstadt Dortmund bietet, diskutieren die Hochschulleitungen von TU Dortmund (Prof. Dr. Manfred Bayer) und FH Dortmund (Prof. Dr. Wilhelm Schwick, und Prof. Dr. Andrea Kienle, Prorektorin Digitalisierung), der Masterplan Beauftragte der Stadt Dortmund, Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Waldmann, und der neue Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Thomas Westphal. Prof. Dr. Michael Steinbrecher vom Institut für Journalistik an der TU Dortmund moderiert die Veranstaltung.

Eines der kostenlosen Highlights in der Digitalen Woche Dortmund

Die Veranstaltung ist Bestandteil der Digitalen Woche Dortmund (#diwodo). Die Konferenz findet aufgrund der aktuellen Corona-Situation in digitaler Form statt, die Programmbeiträge werden live aus der Warsteiner Music Hall übertragen. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Die Anmeldung ist bis zum 2. November 2020 möglich. Die Dortmund-Stiftung unterstützt die Veranstaltung finanziell.

Quelle: Stadt Dortmund

Bild: Oliver Schaper / TU Dortmund

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