Positive Entwicklung in der Nordstadt – Fortsetzung folgt.

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Symbolbild Polizei - Polizei NRW Innenministerium NRW Foto: Jochen Tack Foto: Jochen Tack
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Polizeipräsident ordnet strategische Fahndung in der Nordstadt an – Erfolgreiche Entwicklung wird mit allen Mitteln fortgesetzt

Am gestrigen Tag (13.06.2019) hat der Polizeipräsident Gregor Lange für die Dauer von mehreren Wochen die strategische Fahndung in der Nordstadt angeordnet.

„Die Menschen in Dortmund können darauf vertrauen, dass die Polizei sämtliche verfügbaren Instrumente nutzen wird, um die Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger in der Nordstadt weiter zu verbessern“, bekräftigt Gregor Lange sein Vorhaben, den Kontrolldruck im Bereich der Nordstadt noch einmal zu intensivieren.

Bei der strategischen Fahndung handelt es sich um ein neues Instrument aus dem Polizeigesetz (Polizeiliche Anhalte- & Sichtkontrollen §12a PolG). Die Polizei baut mit diesem Werkzeug gezielten Fahndungsdruck auf potentielle Kriminelle auf, indem sie ohne konkreten Verdacht Personen anhalten, nach ihrer Identität befragen sowie Fahrzeuge in Augenschein nehmen darf. Die Strategische Fahndung ist eine direkte Reaktion auf die Auseinandersetzung am Pfingstmontag in der Nordstadt. Dazu Gregor Lange: „Wir lassen nicht zu, dass sich an dieser Stelle kriminelle Strukturen verfestigen, mit erhöhter Präsenz setzen wir eindeutige Stopp-Zeichen.“

Bereits am Dienstag kontrollierten mehrere Dutzend Polizeibeamte in der Nordstadt im Rahmen der fortgesetzten Schwerpunkteinsätze viele Personen und belegten potentielle Störer mit Platzverweisen.

Die Auseinandersetzung am Montag hat vor allem gezeigt, wie leistungsfähig die Dortmunder Polizei ist. Sie war in kürzester Zeit mit über 100 Beamten vor Ort, um die gewalttätigen Auseinandersetzungen zu unterbinden und Schlimmeres zu verhindern. Die eingerichtete Ermittlungskommission (EK) „Schleswig“ hat in enger Zusammenarbeit mit der EK Nordstadt die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Nach jetzigem Ermittlungsstand ist ein Bezug zur Kriminalität von Clans nicht gegeben.

Der Polizeipräsident warnt ausdrücklich davor, den Leuten Glauben zu schenken, die einen solchen Sachverhalt mit Sensationslust und pauschaler Angstmacherei für extremistische und populistische Propaganda nutzen wollen.

„Fakt ist, auf die Dortmunder Polizei können sich die Menschen in unserer Stadt verlassen“, so der Polizeipräsident.

Fakt ist auch, dass die Polizei Dortmund aufgrund vielfältiger Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund, Staatsanwaltschaft, Zoll und Bundespolizei, den niedrigsten Stand der Kriminalität seit fünf Jahren vorweisen kann. Die Gesamtkriminalität in der Nordstadt ist in den letzten fünf Jahren um über 30 Prozent gesunken! Die Zahl der Gewaltdelikte ist in diesem Zeitraum um 20 Prozent gesunken. Die Anzahl der Raubdelikte konnte zudem fast halbiert werden. Insgesamt fiel die Straßenkriminalität um über 33 Prozent in den letzten fünf Jahren. Dazu kommt, dass die Aufklärungsquote von über 60 Prozent im letzten Jahr auf einem exzellenten Niveau ist.

Der positive Trend setzt sich auch im Jahr 2019 fort. In den ersten vier Monaten fiel die Anzahl der Gesamtstraftaten in der Nordstadt im Vergleich zum Vorjahr weiter um knapp 12 Prozent. Im Bereich der Straßenkriminalität beträgt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sogar 25 Prozent, bei der Gewaltkriminalität liegt der Rückgang bei sechs Prozent. (Detaillierte Angaben zu der Kriminalitätsstatistik sind der Anlage zu entnehmen.)

Nicht zuletzt haben auch die Ermittlungskommission Nordstadt Hand in Hand mit speziellen Nordstadt Staatsanwälten, unzählige Schwerpunkteinsätze mit der Bereitschaftspolizei, tägliche Einsätze des Schwerpunktdienstes Nord den Kontrolldruck auf die Straftäter in der Nordstadt enorm erhöht. Das Ergebnis sieht man auch an dem Kontrolldelikt „Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz“. Diese Drogenkriminalität kommt im Regelfall erst durch Kontrollen der Polizei ans Tageslicht. Ein Anstieg der Fallzahlen (65 Prozent in den letzten fünf Jahren) ist als Arbeitsnachweis der Polizei zu werten.

„Der Vorfall vom Pfingstmontag sollte die deutlichen Erfolge nicht überlagern. Klar ist aber, dass wir noch viele weitere Erfolge erzielen wollen. Dazu werden wir auch die beschlossene Videobeobachtung ab 2020 in der Münsterstraße als ein weiteres Instrument nutzen“, verspricht Gregor Lange

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Quelle: Original-Content von: Polizei Dortmund, übermittelt durch news aktuell

 

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