Lebensmittel: Keine Chance für Keime & Co

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Bild: Verbraucherzentrale NRW
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Erkrankungen durch Lebensmittel werden vor allem durch Bakterien und Viren verursacht. Diese finden sich überall dort, wo die Lebensbedingungen günstig sind, zum Beispiel auf den Lebensmitteln selbst, an den Händen oder auf den Arbeitsflächen. Sogar im Kühlschrank oder an Spülgerätschaften und Handtüchern können sie sich befinden. Mit Krankheitserregern verunreinigte Speisen können Durchfall, Erbrechen und ernste Lebensmittelvergiftungen verursachen. Deshalb sollten folgende Tipps für die Lebensmittelzubereitung zu Hause beachtet werden:

  • Richtig auftauen:
    Fangen Sie die Auftauflüssigkeit von tiefgefrorenem Fleisch und Geflügel auf und schütten Sie diese weg. Das Tauwasser sollte nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung gebracht werden. Das gefrorene Gut kann auch auf einem Sieb auftauen, lassen Sie es jedoch nie in der Auftaubrühe liegen. Denn diese stellt einen guten Nährboden für Keime dar. Tauen Sie Tiefkühlware nicht bei Zimmertemperatur auf, sondern im Kühlschrank.
  • Rohes Fleisch und Geflügel nicht waschen:
    Beim Berühren des Fleischs oder Geflügels mit den Händen und beim Abspülen des Fleischs unter dem Wasserhahn können die Bakterien über die Hände oder mit Wasserspritzern in der Küche verteilt werden. Nehmen Sie das Fleisch besser direkt z.B. mit einer Gabel aus der Verpackung und geben Sie es in die Pfanne oder das Gargefäß.
  • Lebensmittel sorgfältig erhitzen:
    Erhitzen Sie Fleisch, Hackfleisch, Geflügel und frische Bratwurst und Fisch unbedingt völlig durch (Kerntemperatur im Fleisch von 70 Grad Celsius für mindestens 10 Minuten), bis das Fleisch innen nicht mehr rot bzw. roh ist. Auch beim Erhitzen von Speisen in der Mikrowelle ist ein gleichmäßiges Erwärmen und regelmäßiges Umrühren wichtig.
  • Speisen mit rohen Eiern sofort in den Kühlschrank stellen oder verzehren:
    Stellen Sie Tiramisu, Zabaione oder Mayonnaise sowie andere nicht erhitzte Speisen mit rohen Eiern sofort nach der Zubereitung in den Kühlschrank und verzehren Sie diese innerhalb von 24 Stunden.
  • Speisen nicht lange warm halten:
    Kühlen Sie fertig zubereitete Gerichte schnell herunter, lagern Sie diese kühl und erhitzen Sie diese vor dem Verzehr erneut durch, insbesondere bei Aufwärmen in der Mikrowelle.
  • Saubere und unsaubere Arbeiten trennen:
    Trennen Sie rohe und gekochte Speisen. Rohes Fleisch und Salat gehören nicht auf dasselbe Schneidebrett.
  • Küchengerätschaften reinigen:
    Wenn Messer, Unterlagen, Arbeitsflächen und andere Gerätschaften mit Fleisch, Fisch, Geflügel oder rohen Eiern in Berührung kommen, reinigen Sie diese sofort nach der Benutzung mit heißem Wasser und Spülmittel.
  • Spüllappen regelmäßig austauschen:
    Wechseln Sie regelmäßig Lappen, Schwämme, Bürsten und Handtücher. Insbesondere in Spülschwämmen können sich Bakterien schnell vermehren, sodass sie für Reiningungsarbeiten in der Küche weniger gut geeignet sind. So sollten Sie Lappen und Geschirrtücher wenigstens einmal in der Woche wechseln und bei mindestens 60 Grad Celsius waschen. Bürsten können Sie in der Spülmaschine reinigen.

Vom 8. Juli bis zum 6. August stehen Verbraucherinnen und Verbrauchern in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Kirchstraße in Kamen attraktive Infomaterialien, die auf das richtige Hygieneverhalten zur Reduktion von Krankheitsfällen aufmerksam machen, zur Verfügung. Darüber hinaus können Verbraucherinnen und Verbraucher ein kostenloses Give-away sowie Antworten auf Fragen zum Thema Lebensmittelhygiene erhalten.

Öffnungszeiten:
Montag + Freitag: 9 – 13.30 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 9 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr

Weitere Tipps und Hintergrundinformationen sind auch online unter www.verbraucherzentrale.nrw/lebensmittelhygiene abrufbar.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

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