Kulturbüro zertifiziert sieben weitere Dortmunder Kitas zu „Kulturkitas“

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Ein Jahr lang haben sich die sieben Dortmunder Kitas unterschiedlicher Träger darauf vorbereitet. Nun ist es geschafft: Sie dürfen sich offiziell „Kulturkita“ nennen. Alle Kitas haben sich dem Zertifizierungsverfahren durch das Kulturbüro gestellt und die Kriterien erfüllt.

Stadträtin Daniela Schneckenburger und Stadtdirektor Jörg Stüdemann gratulierten herzlich und nahmen am Montag, 19. Oktober, die Ehrungen auf der UZWEI im Dortmunder U vor.

Die Zertifizierung zur Kulturkita gehört zum Kommunalen Gesamtkonzept „Kulturelle Bildung in Dortmund“ und ist 2019 erstmals an fünf Kitas verliehen worden. Ziel ist es, Kitas in ihrer kulturellen Bildungsarbeit zu stärken, Kooperationen mit kulturellen Lernorten zu fördern und verbindliche Strukturen zu schaffen. Das Konzept richtet sich an Kitas, die Interesse haben, ihre Arbeit im musisch-ästhetischen Bereich weiterzuentwickeln und fest zu verankern.

Laut Stadtdirektor Jörg Stüdemann geht es dabei nicht nur um „formale Bildungsprozesse: Auch der performative Ausdruck, also das Singen, Tanzen oder Theaterspielen, spielt in diesem Konzept eine wichtige Rolle.“ Stadträtin Daniela Schneckenburger verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Attribute einer Kulturkita „für Eltern immer wichtiger bei der Entscheidung werden, in welcher Einrichtung sie ihr Kind anmelden möchten“. Insgesamt gibt es Dortmund nun 12 Kulturkitas.

Was machen die Kulturkitas?

Einige der neuen Kulturkitas haben eigens ihre Räumlichkeiten verändert, z.B. Theaterräume und Ateliers eingerichtet. Viele neue Materialien wurden angeschafft, etwa Musikinstrumente, Kostüme oder Kameras. Die Kreativmaterialien werden nicht nur für die jeweiligen Projekte eingesetzt, sondern bereichern den Alltag aller Kinder.

„Und das sogar während Lockdown“, wie Sven Schütz, Elternvertreter der neu hinzugekommenen Kulturkita St. Clemens im Hombruch, feststellte: „Ich finde es beeindruckend, wieviel im Kontext der Kulturkitas gemacht wird. Vielen Dank für diese tolle Arbeit, in ihr steckt sehr viel Professionalität“, erklärte Schütz weiter.

Ausstellung im Dortmunder U

Die Kinder in den Kulturkitas besuchen regelmäßig kulturelle Einrichtungen in der Stadt, etwa das Museum Ostwall, das Kinder- und Jugendtheater oder die Musikschule, und nehmen dort an Workshops teil. Sie machen mit beim Programm „Künste in der Kita“, ausgewählte Ergebnisse daraus können noch bis 25. Oktober auf der UZWEI im Dortmunder U besichtigt werden. Außerdem entstehen in den Kulturkitas eigene Projekte, z.B. Theaterstücke oder Erkundungen der Kunst im öffentlichen Raum im Stadtbezirk.

Die pädagogischen Fachkräfte der Kulturkitas bilden sich regelmäßig fort. So finanzierte das Kulturbüro in diesem Jahr Fortbildungen zum Thema Tanz und Literatur.

Die Kulturkitas tragen zur Teilhabe und Chancengleichheit bei, indem sie Kindern und auch Eltern die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen und Projekten ermöglichen. „Kinder machen uns über Musik, Tanz oder Theater deutlich, was sie bewegt“, erklärt dazu die Geschäftsbereichsleiterin bei FABIDO, Marlies Jung-Aswerus. „Und mit dieser Form der kulturellen Erziehung soll es für Kinder, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund, eine Selbstverständlichkeit werden, Museen, Theater oder Opernhäuser auch als Erwachsene für sich zu nutzen.“ Darüber hinaus sind kulturelle Angebote ein besonderes Medium, um unterschiedliche Kulturen zu verbinden.

Die neuen Kulturkitas sind:

  • Fabido-Familienzentrum Eichhoffstraße
  • Fabido-Familienzentrum Stollenstraße 40
  • Fabido-Familienzentrum Friedrich-Henkel-Weg
  • Fabido-Familienzentrum Strohnstraße
  • Fabido-Familienzentrum Am Heisterbach
  • Ev. Familienzentrum Eliaskinder Immanuel, Träger ist der ev. Kirchenkreis
  • Katholische Kita Östliches Ruhrgebiet gGmbH St. Clemens Hombruch

    Quelle: Stadt Dortmund

    Bild: Dortmund Agentur/ Torsten Tullius

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