Mieter mit sehr grünem Daumen: Wasserschaden entlarvt Hanfplantage

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In der Wohnung fand sich alles, was man für den Anbau braucht. (Foto: Polizei Dortmund)
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Er hatte eine eher tropische Zweitwohnung.

Die Dortmunder Polizei stellte am vergangenen Donnerstag (21. Dezember) knapp 100 Cannabispflanzen aus einer Wohnung im Dortmunder Norden sicher. Durch einen Wasserschaden kamen die Ermittler dem 30-jährigen Wohnungsinhaber in der Soester Straße auf die Schliche.

Der Vermieter des Mehrfamilienhauses hatte sich aufgemacht, einen Wasserschaden zu begutachten – und sein Mieter schloss ihm auch brav die Tür auf. In der Wohnung sah der 69-Jährige dann, woher das Wasser kam.

„Unter besten tropischen Bedingungen züchtete der 30-Jährige in mehreren Zimmern Hanfpflanzen an. Und diese wuchsen zugegebenermaßen prächtig“, berichtet Polizeipressesprecher Sven Schönberg in seiner Meldung. „Der Mann war Deutscher und völlig entspannt. Er war sehr höflich und freundlich zu unseren Kollegen“, so Sven Schönberg auf unsere Nachfrage. „Und einen grünen Daumen hatte er auch!“

Die Pflanzen gediehen prächtig (Foto: Polizei Dortmund)

Der Hobbyzüchter war wirklich gut ausgestattet: Die herbeigerufenen Beamten hatten fanden nicht nur an die 100 Pflänzchen, auch UV-Lampen, eine Lüftungsanlage sowie eine automatische Bewässerungsanlage hatte der sorgfältige Gärtner angeschafft. Offenbar wohnte der Dortmunder nur ein paar Straßen weiter und hatte die Wohnung nur als „Treibhaus“ angemietet.

Die Ermittlungen gegen den 30-Jährigen dauern an.

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