Mehrere Festnahmen und Haftbefehle: Trickdiebstahlsbande zerschlagen

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Symbolfoto. (Photo by Niels Steeman on Unsplash)
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Hoher Schaden durch Geldbündel-Trick.

Staatsanwaltschaft, Bundespolizei und Polizeipräsidium Dortmund haben eine Trickdiebstahlsbande zerschlagen, dies teilte die Polizei Dortmund in einer Presseerklärung mit. Die bundesweit agierenden Täter hatten es vor allem auf in Deutschland arbeitende Polen abgesehen.

Die EK „Gorzow“ ermittelte gegen die Diebesbande und konnte 65 Taten aufklären. Die Beamten identifizierten 23 Tatverdächtige. Vierzehn der Taten geschahen in Dortmund, zehn in Recklinghausen, sieben in Krefeld, sechs in Bonn, drei in Essen, eine in Bielefeld, sechzehn in Berlin und drei in Frankfurt am Main. Drei Haftbefehle wurden vollstreckt, acht weitere sind beantragt. Der von der Bande verursachte Gesamtschaden beläuft sich auf gut 73.000 Euro.

Die Täter schlugen an Fernbushaltestellen (ZOB) oder Autobahnraststätten zu. Dabei hatten sie es immer auf das Bargeld ihrer Opfer abgesehen und nutzten den sogenannten „Geldbündeltrick“. Die Täter verwickeln dabei ihre Opfer in ein Gespräch und tauschen geschickt echtes gegen falsches Geld.

Der Geldbündeltrick

Ein Täter „findet“ ein Geldbündel (das er vorher auf den Boden geworfen hat), freut sich und steckt es ein. Danach kommt ein zweiter Täter heran und behauptet, er habe hier Geld verloren, droht sogar mit der Polizei, sollte man dies abstreiten. Sein verlorenes Geld habe Kaffeeflecken, daran könne er es erkennen. Täter 1 zeigt daraufhin seine (dürftig gefüllte) Geldbörse und fordert das spätere Opfer auf, auch seine zu zeigen.

Der spätere Geschädigte willigt zumeist ein. Da er eine Reise nach Polen plant, hat dieser einiges an Bargeld dabei, weiß aber, dass darauf keine Kaffeeflecken sind.

Den Moment des Geldbörse-Vorzeigens nutzen die Täter um das Geld des Opfers gegen ein vorher präpariertes Geldbündel zu tauschen. Dieses Bündel enthält sichtbar einen echten Euro-Schein, besteht jedoch weiterhin aus fast wertlosen Rubel-Scheinen. Dies ist den Opfern häufig erst in Polen aufgefallen. Die Trickdiebe kamen so an hohe Bargeldsummen.

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