Eine teure Flucht vor der Polizei

0
12
Symbolbild Flucht (pixabay/geralt)
Facebooktwitterrss

Auf der Flucht vor der Polizei einen bunten Blumenstrauß an Straftaten und Verstößen gesammelt

Es liest sich wie einmal quer durchs Strafgesetzbuch und andere Rechtsvorschriften: Diebstahl von Kraftwagen, Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter Einfluss berauschender Mittel, Straftat nach dem Pflichtversicherungsgesetz, Straftat gegen das Kraftfahrtsteuergesetz, Kennzeichenmissbrauch, Trunkenheit im Verkehr und Diebstahl…

Angesammelt hatten sich die Verstöße gestern Morgen (3. Dezember) ab kurz nach 10 Uhr morgens – für einen einzigen Mann. Dieser hatte auf der Flucht vor der Polizei so ziemlich alle Regeln missachtet, die missachtet werden können. Zunächst einmal ignorierte er sämtliche Anhaltezeichen der Polizeibeamten, die ihn kontrollieren wollten: Anhaltestab, Lichtzeichen, Durchsagen über den Außenlautsprecher, Blaulicht und sogar das Martinshorn…. Seine Flucht führte ihn von der Bergmannstraße über die Clausthaler Straße, Burgholzstraße, Schubertstraße, Münsterstraße, Haydenstraße, Eberstraße, Eisenstraße, Bornstraße, wieder in die Bergmannstraße, Clausthaler Straße, Stollenstraße und endete schließlich in der Braunschweiger Straße.

Aus seiner Flucht missachtete er mehrere rote Ampeln, fuhr in den Gegenverkehr und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer, überschritt die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten deutlich und um einen Rückstau an einer roten Ampel zu umgehen, raste er über den Gehweg an der Kreuzung Bornstraße / Glückaufstraße.

Als es den Polizeibeamten mit Hilfe mehrerer Unterstützungskräfte gelang, den Autofahrer anzuhalten, sprachen sie ihn unter Vorhalt der Schusswaffe aus dem Fahrzeug heraus auf den Boden und nahmen ihn fest.

Anschließend gestand der 33-jährige Kamener, unter Einfluss von Marihuana und Amphetaminen zu stehen. Auch über einen Führerschein verfüge er nicht. Bei seiner Durchsuchung fanden die Polizeibeamten schließlich noch Betäubungsmittel und einen Schlagstock. Die Beamten stellten beide Gegenstände sicher.

Als wenn das nicht schon genug wäre, reihten sich weitere Verstöße in die Anzeige mit ein: Die Eigentumsverhältnisse des Fahrzeugs konnten nicht geklärt werden. Die angebrachten Kennzeichen waren entstempelt und eigentlich zuvor einem Anhänger zugeordnet. Auch der Pkw, ein Fiat, war nicht für den Straßenverkehr zugelassen, die Außerbetriebsetzung erfolgte bereits im August 2018. Das Fahrzeug und die Kennzeichen stellten die Beamten ebenfalls sicher.

Für den Delinquenten endete der Polizeieinsatz nach einem positiven Drogenvortest und hatte somit eine Blutprobe zur Feststellung von Alkohol im Blut zur Folge.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Original-Content von: Polizei Dortmund, übermittelt durch news aktuell

 

Facebooktwitterrss