Polizeipräsident: Ultragruppierungen begehen schwerste Straftaten

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Symbolbild. (tn)
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Die Dortmunder Polizei konnte am vergangenen Derby-Spieltag (25. November) Ausschreitungen verhindern. Polizeipräsident Gregor Lange forderte härtere Strafen für Problemfans und nahm auch DFB und die Vereine in die Pflicht. Wir berichteten.

Heute hat Lange seine Vorschläge präzisiert: „Wir würden sicherlich die Diskussion anders führen, wenn es am Derby-Wochenende zu schweren Ausschreitungen und auch Schwerverletzten gekommen wäre. Wir vergessen zu schnell die Bilder, die wir alle schon gesehen haben. Am Samstag haben wir großes Glück gehabt!

Zu den Diskussionen über den überwiegend „friedlichen“ Einsatz am Samstag sagte Lange deutlich: „Wir müssen aufpassen, dass wir alle über dasselbe Thema reden. Wenn ich von scharfen Sanktionen spreche, dann rede ich nicht von ein paar Jugendlichen, die ab und zu über die Stränge schlagen, sondern von gewaltbereiten Ultragruppierungen, die im Schutz ihrer Gruppe zum Teil schwerste Straftaten begehen.

Weiter fordert der Polizeipräsident: „Wer wiederholt schwerste Körperverletzungen bei anderen Menschen in Kauf nimmt, oder dies sogar beabsichtigt, der sollte für deutlich längere Zeit als 5 Jahre vom Stadionbesuch ausgeschlossen werden können.

Ein differenziertes Sanktionierungssystem ist in seinen Augen möglich, auch andere Maßnahmen wie der in den Medien derzeit viel diskutierte Entzug des Führerscheins bei aggressivem Verhalten von Hooligans, erachtet Lange als sinnvoll.

Gesprächsbereit sei die Polizei natürlich auch weiterhin – gerade die betreffenden Ultragruppierungen seien aber wenig dialogbereit.Gespräche setzen einen klaren Gewaltverzicht voraus. Es muss also beides geben: Gesprächsbereitschaft auf der einen Seite, aber andererseits auch wirksame Sanktionen!„, schließt die Pressemitteilung der Dortmunder Polizei.

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