Angehörige behindern Polizei bei schwerem Unfall im Dortmunder Osten

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Frontalzusammenstoß, zwei junge Frauen leicht und eine weitere schwer verletzt. Und zwei Angehörige der Unfallverursacherin finden nichts Besseres zu tun, als die Unfallaufnahme massiv zu stören….

Der Zusammenprall (in doppelter Bedeutung) passierte am Samstagnachmittag, 06. Januar 2018, auf einer Kreuzung im Dortmunder Osten (Zeche-Norm-Straße/Altwickeder Hellweg).

Alle Beteiligten sind – laut Polizeimitteilung vom heutigen Sonntagmittag – Dortmunder. Nach ersten Zeugenaussagen, schildert Polizeisprecher Gunnar Wortmann, fuhr die Unfallverursacherin (27) gegen 17:15 Uhr auf der Zeche-Norm-Straße in Richtung Süden und wollte am Altwickeder Hellweg nach links abbiegen. Dabei übersah sie offenbar ein vorfahrtberechtigtes Auto – der 25-jährige Mann am Steuer fuhr geradeaus auf der Zeche-Norm-Straße gen Norden.

Die Fahrzeuge krachten frontal zusammen. Die 22-jährige Beifahrerin des 25-Jährigen wurde schwer verletzt, leichte Verletzungen erlitten die Unfallverursacherin und ihre 28-jährige Mitfahrerin.

Und dann tauchten während der Unfallaufnahme zwei Männer auf, nach ersten Erkenntnissen Familienangehörige der Unfallverursacherin. „Sie störten die Unfallaufnahme massiv und bedrängten den 25-jährigen Unfallgegner“, so die Polizei. „Erst nach konsequenter Androhung einer Ingewahrsamnahme verließen sie wieder die Örtlichkeit.“

Die Personalien der „Störer“ nahm die Polizei nicht auf, über ihre Nationalität gibt es also keine Angaben. „Sie äußerten wohl lautstark ihren Unmut über die Art und Weise der Unfallaufnahme und die getroffenen Maßnahmen“, ergänzt Polizeipressesprecher Gunnar Wortmann seinen Bericht im Gespräch mit unserer Redaktion. „Der Unfallgegner wurde unter Druck gesetzt und beschuldigt, den Unfall provoziert zu haben.“ Die mutmaßliche Unfallverursacherin hat die türkische Staatsangehörigkeit, berichtet der Sprecher auf Nachfrage am heutigen Montagmorgen. (sr)

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