Gärtnerei für urbane Landwirtschaft in Hörde

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Symbolbild: urbane Gärtnerei (pixabay/mobi99)
Symbolbild: urbane Gärtnerei (pixabay/mobi99)
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Auf einer Brachfläche Am Remberg sollen zukünftig Arbeitsgelegenheits-Kräfte (AGH-Kräfte) in einem neuen Projekt Obst, Gemüse und Kräuter ziehen – und die Erträge wettbewerbsneutral an Bedürftige weitergeben. Das ist der Grundgedanke eines neuen Projekts, welches die Verwaltungsspitze am Dienstag, 20. Februar 2018, dem Rat der Stadt Dortmund vorgeschlagen hat.

Der Beschäftigungsträger GrünBau gGmbH soll das Projekt im Rahmen des Programms „Soziale Stadt – Stadtumbau Hörde“ umsetzen. GrünBau hatte auch die Idee dazu entwickelt. Den Aufbau und eine anfängliche Starthilfe finanzieren der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund. Das Jobcenter finanziert die AGH-Kräfte und deren Anleitung. Perspektivisch sollen Teile der Gärtnerei Einnahmen erzielen und Langzeitarbeitslosen eine dauerhafte Erwerbstätigkeit ermöglichen.

Die Gärtnerei bildet auch die Basis für weitere Projekte der urbanen Landwirtschaft in Hörde: So sollen Grün- und Freiflächen mit Beerensträuchern, Obstbäumen und Beeten für Tomaten, Kohl etc. aufgewertet werden. Die Früchte könnten von der Allgemeinheit geerntet und verzehrt werden. In „Mini-Gärten“ erhalten Garten-Neulinge Anleitung; im Urlaub greift ein Gieß-Service. Immobilieneigentümer soll die Bewirtschaftung und Gestaltung ihrer Flächen gegen eine Beteiligung am Ertrag angeboten werden. Und schließlich könnten in Hörde weitere Flächen für den Weinbau erschlossen werden.

Berufliche Perspektiven und sozialer Zusammenhalt

„Diese Gärtnerei lässt nicht nur Gemüse wachsen, sondern auch berufliche Perspektiven und sozialen Zusammenhalt“, so Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. „Kurze Wege zum Verbraucher und ein geringer Energieeinsatz verbessern die CO2-Bilanz der Nahrungsmittelproduktion“, ergänzt Ludger Wilde, Planungsdezernent der Stadt Dortmund. „“Ich freue mich, dass die Gärtnerei auch eine Basis bildet für weitere Projekte der urbanen Landwirtschaft, mit denen das Stadterneuerungsgebiet Hörde grüner werden soll.“

Als Standort hat die Verwaltung eine Brachfläche südlich der Straße Am Remberg gefunden. Sie liegt im Bereich zwischen der B 236 und der Brücke über die ehemalige Gartenstadttrasse, die zum Radweg umgebaut wird. Die chemische Untersuchung der Böden ergab insgesamt unauffällige Befunde, aus Gründen der Vorsorge wird im nördlichen Bereich dennoch auf den Anbau direkt im Boden verzichtet. Deshalb werden dort die Container für Sozialräume, Lager und Büro stehen. In Gewächshäusern können Pflanzen schon im zeitigen Frühjahr vorgezogen werden.

Gemeinsame Finanzierung von Bund, Land und Stadt

Der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund finanzieren das Projekt Querbeet sozial innerhalb des Programms „Soziale Stadt – Stadtumbau Hörde“. Hörde und die Phoenix-Flächen sollen zusammenwachsen und sich gemeinsam entwickeln.

Quelle: https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten/nachricht.jsp?nid=517889

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