Stadt Dortmund erhält Förderzusage für die Umsetzung von Klima-Inseln

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Stellten am Dorstfelder Hellweg die "Klima-Inseln" vor: v.l. Dr. Christian Falk, Geschäftsführung der Dortmunder Stadtentwässerung, Baudezernent Martin Lürwer und Michaela Bonan von "nordwärts" Bild: Stadt Dortmund
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Starkregen kann insbesondere in dicht besiedelten Gebieten große Schäden verursachen. Um dem vorzubeugen und die Widerstandsfähigkeit des Dortmunder Stadtgebiets gegenüber Starkregen zu erhöhen, plant die Stadtentwässerung Dortmund sogenannte Klima-Inseln im Stadtgebiet.

Klima-Inseln sind naturnah gestaltete Grünbereiche, die Niederschlagswasser zur Versickerung und bei Starkregen zur Rückhaltung aufnehmen können. Niederschlagswasser wird bei schwächeren Niederschlägen dort nicht mehr in die vorhandene Mischwasserkanalisation eingeleitet, sondern dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Bei Starkregen steht zusätzliches Rückhaltevolumen zur Verfügung. Im Sommer verbessert die Verdunstungskühle das Kleinklima.

Stadtrat Martin Lürwer, Dezernent für Bauen und Infrastruktur: „Durch die Gestaltung von Klima-Inseln im Stadtgebiet erreichen wir einen Beitrag zum Schutz vor Starkregen und gestalten gleichzeitig unsere Stadt lebenswerter.“ Die Stadt Dortmund hat im April 2018 einen Förderzusage für die Umsetzung des Projektes in der Höhe von 1,11 Millionen Euro von der Bezirksregierung Arnsberg erhalten. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Maßnahme im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Niederschlagswasser- und Fremdwasserbeseitigung im wasser-wirtschaftlichen Einzugsgebiet der Emscher.

Damit fließt für ein weiteres „nordwärts“-Projekt Geld in den Dortmunder Norden. Am 16. Februar 2017 hatte der Rat der Stadt Dortmund der Projektidee „Klima-Inseln“ den Status eines „nordwärts“ Projekts zuerkannt. Verbesserung des Stadtklimas und Stärkung der Klimaresilienz ist auch beim Dekadenprojekt „nordwärts“ ein wichtiges Thema.

Verbesserung von Kleinklima und Stadtbild

Die Auswahl von Flächen erfolgte nach der Prämisse, Brachflächen, die derzeit keiner geordneten Nutzung unterliegen, aufzuwerten. Auf diesem Wege wird neben dem wasserwirtschaftlichen Nutzen und der Verbesserung der Kleinklimas ein Beitrag für die positive Veränderung des Stadtbildes geleistet. Die Stadtentwässerung hat diese hinsichtlich ihrer Eignung für eine wasserwirtschaftliche Nutzung bewertet. Vier Pilotflächen wurden in den Stadtteilen Lütgendortmund und Innenstadt-West ausgewählt, die in einem ersten Schritt mit den nun zugesagten Fördermitteln umgestaltet werden. Die mit der Umsetzung der vier Pilotflächen gewonnenen Erfahrungen werden bei der Ausweitung von Klima-Inseln auf dem Stadtgebiet genutzt.

Quelle: Stadt Dortmund

 

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