Jugendliche entwickeln virtuelle Schnitzeljagd durch die Nordstadt – Förderung durch Quartiersfonds

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Von links: Dr. Ludiwg Jörder (Bezirksbürgermeister), Dr. Nina Pohl (Feedback), Lea Würzinger (Feedback), Heike Lindenblatt (Stadterneuerung), Martin Gansau (Quartiersmanagement Nordstadt), Bernd Renger (Feedback). Bild: Quartiersmanagement Nordstadt
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Eine Gruppe von Jugendlichen aus der Nordstadt hat in einem Medienprojekt ihre beliebtesten Orte in der Innenstadt-Nord sichtbar gemacht. Mit Hilfe einer App erarbeiteten sie den virtuellen Stadtteilrundgang „Nordstadt Go“. Am Dienstag, 10. Juli, haben sie die Ergebnisse in der Fachstelle für Jugendberatung und Suchtvorbeugung „Feedback“ in der Kuckelke präsentiert. Gefördert wurde das Projekt vom Quartiersfonds.

Der Quartiersfonds Nordstadt hat das Projekt mit 3.856 Euro gefördert. Der virtuelle Stadtteilrundgang wurde mit Hilfe der App „Actionbound“ erarbeitet. Dass sich „Feedback“ – eine Einrichtung der Suchtprävention – eines solchen Themas annimmt, lässt schon erahnen, dass es um den verantwortungsvollen Umgang mit Medien geht.

Virtuelle Schnitzeljagd durch die Nordstadt

Anders als bei vielen Anwendungen, die allein im stillen Kämmerlein bedient werden, ist der Weg in den Stadtteil Bestandteil dessen, was sich am ehesten als virtuelle Schnitzeljagd beschreiben lässt. Projektleiterin Lea Würzinger erläuterte, dass die Jugendlichen mit Hilfe der App Informationen über Orte im Stadtteil und damit verbundene Aufgaben, die vor Ort zu lösen sind, zusammenstellen können. 

„Orte muss man erleben, um sich eine Meinung zu bilden“, sagt die Sozialpädagogin überzeugt.

Jugendliche in Stadterneuerung einbeziehen

Der Vorsitzende der Quartiersfonds-Jury, Bezirksbürgermeister Dr. Ludwig Jörder, freute sich, „dass junge Menschen auf innovative Weise neue Freizeitangebote, Kunst im öffentlichen Raum und Angebote, die sie in ihrer Lebensführung unterstützen, kennen lernen“. Heike Lindenblatt vom Amt für Wohnen und Stadterneuerung sieht in der App einen „guten Weg, Jugendliche in die Projekte der Stadterneuerung, wie etwa aktuell die Erneuerung des Hoeschparks, einzubeziehen“.

Spaß und Verantwortung im Umgang mit der App

Vor der Arbeit mit den Tablets wurden von den Jugendlichen grundlegende Fragestellungen bearbeitet, etwa: Welche Daten möchten wir preisgeben? Darf ich einfach so Fotos machen? Was erzähle ich meinen Freunden? Denn sie sollten „Nordstadt Go“ mit Spaß entdecken, aber auch verantwortungsvoll mit der App und dem Handy umgehen. Deshalb erarbeitete sich die Gruppe Themen wie Datenschutz und Recht am eigenen Bild.

Über die Förderung wurden Lizenzen erworben. Sie ermöglichen eine kostenlose Nutzung des Bounds über einen Zeitraum von zwei Jahren. Zudem wurden fünf Tablets beschafft, die von Schulen und Jugendfreizeitstätten kostenlos bei „Feedback“ – Fachstelle für Jugendberatung und Suchtvorbeugung Dortmund, Kuckelke 20, Tel. 0231 700 992 90, ausgeliehen werden können. Diese wurden ebenefalls über den Quartiersfonds finanziert. Die Anwendung mit dem eigenen Smartphone ist kostenfrei.

Das Quartiersmanagement Nordstadt und der Quartiersfonds Nordstadt werden mit Mitteln des Bundes, des Landes NRW und der Stadt Dortmund über das Stadterneuerungsprogramm „Soziale Stadt NRW – Dortmund Nordstadt“ finanziert.

Quelle: Stadt Dortmund

 

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