Das Rheinische Viertel bekommt die nächste Baustelle 

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Symbolbild Baustelle (pixavay/geralt)
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Tiefbauamt beginnt Ausbau der Ritterstraße und Übelgönne im Bereich Rheinische Straße bis Unionstraße – Einschränkungen im Verkehr

Die Baumaßnahme zum Ausbau der Ritterstraße und Übelgönne beginnt am Montag, 10. Dezember. Für die Zeit des Ausbaus wird die Übelgönne für den Durchgangsverkehr gesperrt, die Ritterstraße wird zur Sackgasse. Der Verkehr wird über die Rheinische Straße und Unionstraße geführt.

Im Anschluss erfolgt der Ausbau der Ritterstraße in mehreren halbseitigen Teilabschnitten. Während dieser Zeit wird die Übelgönne zur Sackgasse. Der Verkehr wird über die Unionstraße und Rheinische Straße geführt. Der Anliegerverkehr bleibt weiterhin möglich. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich zwölf Monate andauern.

Veränderung der verkehrlichen und städtebaulichen Anforderungen

In Anlehnung an das städtebauliche Konzept Dortmunder U hat die Fläche zwischen dem Königswall und der Unionstraße, nördlich der Rheinischen Straße und südlich der Gleisanlagen der Deutschen Bahn, eine neue Entwicklung erfahren.

Das ehemalige Gelände der Dortmunder Unionbrauerei hat sich zu einem Standort für Kultur, Bildung, Kreativität und Dienstleistung entwickelt. Überregional bedeutsame Einrichtungen, wie z. B. das Museum Ostwall, die Fachhochschule Dortmund und zwei Berufskollegs, sind auf dem ehemaligen Gelände der Unionbrauerei beheimatet. In direkter Nachbarschaft schließt das Freizeitzentrum West (FZW) an, welches durch den Umzug an die Ritterstraße bundesweit als Veranstaltungsort an Bedeutung gewinnen konnte. Südlich des FZW liegt das Einkaufszentrum Westcenter, dessen Anziehungskraft über die Grenzen des Quartiers hinausgeht.

Mit der Bebauung der Unionbrache einerseits und der angestoßenen Entwicklung des Bereichs zwischen Unionstraße und Ritterstraße andererseits haben sich die verkehrlichen und städtebaulichen Anforderungen an die Ritterstraße und Übelgönne verändert. Der Straßenumbau reagiert auf den Bedeutungszuwachs der Straßen und lässt Optionen für weitere Bautätigkeiten auf der U-Fläche und dem näheren Umfeld.

Ritterstraße wird zur Einbahnstraße

Zur Entlastung des Verkehrsknotenpunktes Ritterstraße / Rheinische Straße wird die Ritterstraße zur Einbahnstraße, die von der Rheinischen Straße in Richtung Norden befahren werden kann. Die Fahrbahn umfasst eine Fahrspur mit einer Breite von 3,5 Meter, die auf Höhe des FZW leicht verschwenkt ist.

Senkung der Geschwindigkeit auf 30 km/h

Die Fahrbahn der Übelgönne umfasst zwei Fahrspuren mit einer Breite von jeweils 2,75 Meter im Zweirichtungsverkehr (Fahrbahnbreite insgesamt: 5,50 m). Die Geschwindigkeit wird auf beiden Straßen auf 30 km/h begrenzt. Dadurch kann der Radverkehr auf der Fahrbahn mitgeführt werden. Ein deutlich erkennbarer Radfahrstreifen auf der Westseite der Ritterstraße sichert einen ungehinderten Radverkehr in südliche Richtung entgegengesetzt dem Kraftfahrzeugverkehr. Die beschriebenen Straßenquerschnitte ermöglichen weiterhin einen Anlieger- und Lieferverkehr.

Ausweitung des Gehweges vor FZW auf circa 7 Meter

Auf der Ritterstraße wird ausschließlich auf der Ostseite längsseitig geparkt. Aufgrund der großen Anzahl von Häusereinfahrten können auf der Westseite keine öffentlichen Parkplätze angeboten werden. Die Gehwegbreite liegt im Schnitt bei 3,50 Meter. Vor dem FZW wird der westliche Gehweg auf circa 7 Meter ausgeweitet, sodass eine Aufenthaltsfläche entsteht, welche mit Bänken und einer Baumreihe ausgestattet wird.

Auf der Übelgönne wird ausschließlich auf der Südseite schräg geparkt. Südlich des Parkstreifens grenzt ein einseitiger 3 Meter breiter Gehweg an. Auf der Nordseite bleibt ein Schrammbord bestehen.

Trennung von Fahrbahn und Gehwegen

Die Trennung von Fahrbahn und Gehwegen erfolgt mit Hochbordsteinen, die im Bereich der Grundstückszufahrten abgesenkt werden. An den Straßenkreuzungen werden barrierefreie Querungen eingebaut. Diese bekommen einen circa 1 Meter breiten Bereich ohne Schwelle (so genannte 0-Absenkung) für Rollstuhlfahrer und Rollator-Nutzer und einen circa 3 Meter breiten Bereich mit einem 6 Zentimeter hohen Bord für Sehbehinderte und Blinde.

Barrierefreier Ausbau der Querungshilfe auf Unionstraße

Nicht mobilitätseingeschränkte Verkehrsteilnehmende können den gesamten Überweg nutzen. Im Zuge der Baumaßnahme Ritterstraße und Übelgönne wird die bereits vorhandene Querungshilfe auf der Unionstraße, die südlich an die Kreuzung Unionstraße und Übelgönne angrenzt, sowohl barrierefrei ausgebaut als auch leicht nach Süden versetzt. Eine Verlegung soll das problemlose Abbiegen des Lieferverkehrs aus der Übelgönne sicherstellen.

Für die städtebauliche Gestaltung werden unter Berücksichtigung der örtlichen Versorgungsleitungen und in Abstimmung mit der Feuerwehr Straßenbäume in den Grünflächen zwischen den Stellplätzen und im Gehwegbereich vor dem FZW gepflanzt.

Donetz verlegt Kabel und Leitungen

Zeitgleich mit dem städtischen Umbauprojekt werden von Donetz Netzkabel und Versorgungsleitungen für Gas und Wasser umverlegt und erneuert. Die Straßenbeleuchtung wird erneuert und mit LED-Technik ausgestattet. Darüber hinaus werden Fahrradabstellplätze gebaut, die das vorhandene Angebot in der Benno-Elkan-Allee und nördlich der Übelgönne ergänzen.

Die Gestaltung und Materialwahl der Gehwege und der Stellplätze sowie die mobilitätsgerechte Ausführung orientieren sich an dem baulich umgestalteten und angrenzenden Teilbereich der Rheinischen Straße (Gehweg: rechteckiges graues Betonpflaster, Parkstreifen: rechteckiges anthrazitfarbenes Betonpflaster). Für den Umbau werden entsprechend der Ortssatzung Anliegerbeiträge nach dem Kommunalen Abgabegesetz (KAG) erhoben.

Umbau ist notwendig

Die Entwurfsplanung wurde auf einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung am 4. Mai 2017 den Anliegern, Eigentümern und interessierten Bürgern vorgestellt. Die Teilnehmenden begrüßten den Straßenneubau und die damit verbundene städtebauliche Aufwertung des öffentlichen Raumes. Insbesondere der schlechte Straßenzustand ließ an einer Notwendigkeit der Umbaumaßnahme keine Zweifel.

Die Kosten des Umbaus sind mit 1,65 Millionen Euro veranschlagt.

Das Tiefbauamt und die ausführenden Baufirmen bitten um Verständnis für nicht vermeidbare Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Aktuelle Informationen zu Baustellen sind auch im Internet unter „Baustellen online“ verfügbar.

Baustellen online

Quelle: Stadt Dortmund

 

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