Zoo freut sich über neues Siamang-Weibchen

0
9
Raja und Gillette in der Siamang-Anlage im Zoo DortmundBild(Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Marcel Stawinoga 
Facebooktwitterrss

Der Zoo Dortmund freut sich über eine neue Bewohnerin: Sie heißt Gillette, kommt aus Frankreich und gehört zur Familie der Gibbons. Seit Ende März lebt Siamang Gillette im Zoo, Mitte April wurde sie erstmals mit Männchen Raja zusammengeführt. 

Siamang-Männchen Raja wurde am 25. Februar 2009 im Zoo Dortmund geboren und lebte seitdem mit seiner Mutter Gerda in der Anlage vor dem Giraffen-Gehege. Doch nachdem seine Mutter Anfang 2018 verstarb, war Raja der einzige Siamang im Zoo.

Jetzige Siamang-Anlage soll langfristig Afrika-Anlage weichen

Da die Gibbon-Anlage ohnehin langfristig verschwinden soll, hatte der Zoo ursprünglich geplant, Raja an einen anderen Zoo zu vermitteln. Dies war jedoch nicht möglich, da kein anderer Zoo ein Siamang-Männchen suchte. Damit Raja nicht allein bleibt, bis das Gehege entfernt wird, wurde nun das Weibchen Gillette aus dem Zoo de Cerza in der Nähe des französischen Lisieux nach Dortmund geholt. Zuvor hatte der Zoo das Vorgehen mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Siamangs abgesprochen. Gillette ist fünf Jahre alt und damit geschlechtsreif. Für sie war es also der ideale Zeitpunkt, umzuziehen. Damit sie sich in ihrem neuen Zuhause wohl fühlt, haben Handwerker und Gärtner das Gehege etwas umgestaltet.

Auf lange Sicht ist jedoch geplant, im Rahmen des Zukunftskonzeptes „Zoo Dortmund 2023“, die benachbarte Afrika-Anlage zu vergrößern. Damit würde das Siamang-Gehege wegfallen und Platz für die Bewohner der Afrika-Anlage bieten. Auf dieser leben Zebras und Antilopen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll an anderer Stelle im Zoo eine neue Gibbon-Anlage entstehen.

Mögliche Weitervermittlung als Paar

Raja und Gillette hatten sich hinter den Kulissen bereits am Gitter kennengelernt, wo Raja deutlich machte, dass er das Sagen haben wolle. In den letzten Tagen hat Gillette dann Raja in seine Schranken gewiesen. Beide halten zumeist Abstand voneinander und zeigen Imponierverhalten. Das Weibchen hält sich zurzeit auf der Brücke zum Innenbereich auf, während Raja auf der vorderen Insel sitzt. Die Tierpfleger lassen die beiden derzeit nur unter Aufsicht, allerdings mehrere Stunden täglich, zusammen, sodass sie bei einer heftigen Auseinandersetzung eingreifen können. Sollten die beiden noch ein Paar werden, könnte der Zoo versuchen, sie zusammen weiterzuvermitteln. Nachwuchs werden sie zunächst nicht bekommen, denn wegen der großen Anzahl Siamangs in deutschen Zoos gibt es zurzeit einen Zuchtstopp.

Gefährdete Art

Der Siamang gilt als größte Art der Familie der Gibbons. Die kleinen Menschenaffen sind vor allem von Menschen gefährdet, die sie fangen und als Haustiere halten, sie essen oder zur Herstellung von Medizin verwenden. Um auf die Gefährdung und die Zerstörung des Lebensraumes des Gibbons aufmerksam zu machen, hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) den Gibbon zum Zootier des Jahres 2019 gewählt.

Quelle: Stadt Dortmund

 

 

Facebooktwitterrss