Anbau auf Zeit

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Oberbürgermeister Ullrich Sierau bedankt sich am Montag, 17. Juni, vor Ort an der Reinoldi-Kirche in der Innenstadt um bei allen Mitwirkenden des "stadtparadies sanktreinoldi". Bild(Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki 
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Reinoldikirche erhält zum Evangelischen Kirchentag einen Paradiesgarten

Die Reinoldikirche erhält zum Evangelischen Kirchentag einen „temporären“ Anbau: Mehr als dreißig Meter lang, acht Meter tief und hoch entsteht das „stadt paradies sanktreinoldi“. Es ist ein Netzwerk-Projekt, bei dem viele Akteure aus der Stadtgesellschaft eingebunden sind.

Ein Außenraum der Kirche, der zugleich ein Ort der Besinnung sein kann, eine Übergangszone zwischen dem lärmenden städtischen Raum des Hellwegs und der sakralen Ruhe der Kirche – das mit den Mitteln einer temporären Architektur zu schaffen, war die selbstgestellte Aufgabe der Intervention „stadt paradies sanktreinoldi“.

Gemeinschaftsprojekt

Für den Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund projektieren die Stadtkirche St. Reinoldi und die Stadt Dortmund einen Vorbau im Süden der Kirche – gemeinsam mit dem an der Technischen Universität Dortmund lehrenden Architekten Paul Kahlfeldt und gefördert durch die Reinoldigilde zu Dortmund. Realisiert wurde „stadt paradies sanktreinoldi“ als Studienprojekt mit Architektur-Studierenden. So temporär die Architektur dieses Übergangsortes ist – sie nimmt die Bauformen der Kirche auf und die Würde der Bauaufgabe ernst.

Mehr als 30 Meter lang und acht Meter tief

Mehr als eine Woche hat der Aufbau des „stadt paradies sanktreinoldi“ gedauert. Am 10. Juni hatte die Firma Weise, ein Förderer des Projekts, mit der Montage des Gerüsts begonnen. Anschließend schraubten die Studierenden die Bodenplatten fest. Teilweise musste der Boden mit der Stichsäge angepasst werden. Im Endausbau ist das „stadt paradies sanktreinoldi“ mehr als 30 Meter lang, acht Meter tief und an seinen zwei seitlichen Torbauten mehr als acht Meter hoch.

Insgesamt stellen die Förderer 15 Tonnen Material wie z.B. Holz, Schrauben, Farbe und Leuchten kostenfrei für das Projekt zur Verfügung. In der TU Dortmund entstehen aktuell Module, die vom Kirchentag dann direkt zur Reinoldikirchen transportiert werden.

Touristische Ziele entdecken 

Besucher entdecken dort auch einen Ort der Besinnung: einen Paradiesgarten im Herzen der Stadt, im Zentrum des Kirchentages. Dort werden während des Events unter anderem Informationen zu Routen und touristischen Zielen geboten, zudem wird der neue Stadtführer „Dortmunder Passagen“ präsentiert, der die vielen überraschenden Seiten der Stadt zeigt.

Präsentationen städtischer Ämter in Kooperation mit Dortmund tourismus stehen unter dem Motto: von der klassischen Stadtführung bis zur virtuellen Stadtführung und dem Erlebnisstandort Dortmund. Gäste des Evangelischen Kirchentages sollen neugierig auf Dortmund gemacht werden, um zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal in Dortmund vorbeizuschauen. Nach Angaben der Organisatoren des Evangelischen Kirchentages besuchen über 40 Prozent der Kirchentags-Teilnehmer*innen die Ausrichterstadt mindestens ein zweites Mal.

Virtueller Stadtrundgang 

Dortmund Tourismus präsentiert einen virtuellen Stadtrundgang mit besonderen Sehenswürdigkeiten. Auf Monitoren können die anderen Besucher*innen verfolgen, was der „Brillenträger“ gerade sieht. Das Projekt „nordwärts“ macht Neugierig auf spannende und interessante Lokalitäten im Projektgebiet. Bekanntlich kommen Besucher auch nach Dortmund, wenn es ein attraktives Angebot an Veranstaltungen lockt. Dazu wird die Wirtschaftsförderung über den Masterplan Erlebnis informieren und einen Ausblick über geplante Events geben.

Was der Erlebnisstandort Dortmund so alles zu bieten hat – darüber gibt auch eine Sonderveröffentlichung des Kampagnenteams von „Dortmund überrascht. Dich.“ Aufschluss. „Eine Stadt. Viele Möglichkeiten“ ist die 36-seitige, im Kampagnendesign gestaltete Broschüre betitelt.

Das „stadt paradies sanktreinoldi“ wird realisiert als Studienprojekt der TU Dortmund. Das Projekt lebt von dem Engagement zahlreicher Personen, der Unterstützung durch städtischen Institutionen, der großzügigen Förderung von Firmen – von einem kreativen Netzwerk in der Stadt. Geboren wurde die Idee von einem Team: Prof. Barbara Welzel (Fakultät Kunst- und Sportwissenschaften) und Prof. Wolfgang Sonne (Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen) gehörten zu den Ideengebern ebenso wie Pfarrer Michael Küstermann von St. Reinoldi und Dr. Stefan Mühlhofer, Stadtarchiv Dortmund. Eine maßgebliche Unterstützung erfolgt durch die Dortmund-Agentur.
Die Gestaltung der Gartenfläche übernehmen Auszubildende des Tiefbauamtes.

Quelle: Stadt Dortmund

 

 

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