Qualm einer kokelnden Pizza führt in Wohnung mit Heroin-Tüten

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Symbolbild Polizei - Polizei NRW Innenministerium NRW Foto: Jochen Tack Foto: Jochen Tack
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Erneut Schwerpunktkontrolle in der Dortmunder Nordstadt

Drogenhändler und andere Straftäter sollten sich in der Dortmunder Nordstadt nicht sicher fühlen: Bei einem Schwerpunkteinsatz hat die Polizei dort am Dienstag (13.8.) tagsüber und in den Abendstunden erneut Kokain- und Marihuana-Händler erkannt.

Gegen 14.50 Uhr bemerkten Polizisten in der Gneisenaustraße aus einer Wohnung aufsteigenden Qualm. Um die Ursache zu überprüfen, schellten sie dort an. Eine 33-jährige Hamburgerin öffnete die Tür. Sie gab an, sich dort nur fürs gelegentliche Schlafen aufzuhalten. Der Wohnungsinhaber war nicht da. Der Qualm entstand in der Küche – im Backofen kokelte eine Pizza vor sich hin.

Die Polizisten hatten die Frau allerdings nicht beim Schlafen, sondern offensichtlich beim Verpacken von Heroin gestört. Die Drogen waren für den Verkauf bestimmt. Auf dem Wohnzimmertisch lagen Tüten, eine Waage und für Kundenkontakte bereitgelegte Telefone. Die wegen des Verdachts auf Drogenhandel vorübergehend festgenommene Frau wurde nach dem Aufenthalt in der Wache an der Münsterstraße wieder entlassen. Drogen und Zubehör stellte die Polizei sicher.

Um 17.30 Uhr entdeckte ein Streifenteam am Nordmarkt einen bereits bekannten Drogenhändler. Der 44-Jährige ist zuvor mehrfach als Kokain- und Heroin-Händler aufgefallen. Als die Polizisten den Mann ansprachen, reagierte er nervös. Bei einer Durchsuchung fielen weißes Pulver (vermutlich Kokain) und vermutlich Cannabis auf. Er gab an, die Substanzen selbst konsumieren zu wollen, musste die Ware aber abgeben und einem Platzverweis folgen.

In der Missundestraße fiel den Polizisten um 18.50 Uhr erneut ein sichtlich nervös wirkender Mann auf. Auch der 19-Jährige war ihnen bereits bekannt. Bei der Kontrolle packte er bereitwillig mehrere kleine Tüten mit pflanzlichem Inhalt aus – vermutlich Marihuana. Der aus Guinea stammende Mann erhielt einen Platzverweis für Dortmund, da ihm schon eine „räumliche Beschränkung“ auferlegt worden ist. Demnach durfte er sich nicht in Dortmund aufhalten.

Im Einsatz waren die Einsatzkräfte auch im Keuning-Park, wo Drogenhändler immer wieder Geschäfte abschließen wollen. Mehrere Personen erhielten Platzverweise. Darunter ein Mann, der ein „Bereichsbetretungsverbot“ missachtet hatte.

Unmittelbar nach einem Diebstahl konnten Polizisten in der Nähe des Keuning-Parks einen Tatverdächtigen festnehmen. An der Brunnenstraße erkannten sie einen Mann, gegen den ein Haftbefehl vorlag.

Insgesamt wurden bei diesem Schwerpunkteinsatz für mehr Sicherheit in der Nordstadt 43 Personen überprüft. Sieben erhielten Platzverweise.

Am gleichen Tag war die Polizei auch zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen unterwegs. Aufgefallen waren nicht nur Temposünder, sondern auch 18 nicht angeschnallte Auto- und Lkw-Fahrer. Erneut ist dabei ein nicht richtig gesichertes Kind aufgefallen.

Schwerpunkteinsätze führt die Dortmunder Polizei in unregelmäßigen Abständen in der Nordstadt durch, um bereits erzielte Erfolge (Rückgang der Straftaten) weiter auszubauen.

Quelle: Original-Content von: Polizei Dortmund, übermittelt durch news aktuell

 

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