Bodenschwellen sollen Raser in der „Boxengasse“ am Ostwall abbremsen

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OB Sierau mit Vertreterinnen und Vertretern von Verwaltung und Polizei - Bildrechte: Gaye-Suse Kromer
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Ein weiterer Baustein aus dem Gesamtkonzept im Vorgehen gegen die Raserszene in Dortmund wird nun umgesetzt: Das Tiefbauamt bringt zur Unterbindung der Beschleunigungsvorgänge in der Nebenfahrbahn am Ostwall (die sogenannte „Boxengasse“) kurze Schwellen auf die Straße. Sie sind 40 cm lang und 5 cm hoch. Für den Radverkehr wurden entsprechende Lücken in der Planung berücksichtigt.

Die Schwellen werden die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich begrenzen. Sie sind nur mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 15 km befahrbar. Passend dazu wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der „Boxengasse“ auf 10 km begrenzt. Entsprechende Verkehrsschilder werden aufgestellt.

Erfahrungsgemäß kann der erwünschte Effekt nur mit diesen besonderen Bremsschwellen erzielt werden, so dass andere Bauausführungen frühzeitig bereits in der Planungsphase verworfen worden. Die Schwellen werden in Dortmund im öffentlichen Straßenraum erstmalig verwendet.

Initiative entstand am „Runden Tisch“

Der „Runde Tisch zur Bekämpfung der Raserszene in Dortmund“ hatte in seiner Sitzung am 26.02.19 einvernehmlich empfohlen, diese Maßnahme umzusetzen. Die Bezirksvertretung Innenstadt West folgte dem Votum in der Sitzung am 15.05.2019 und nun – beginnend am 07.11.2019 – erfolgt die Umsetzung der Maßnahme.

Der „Runde Tisch“ setzt sich aus Vertretern*innen des Tiefbauamtes, des Ordnungsamtes, der Polizei, der Führerscheinstelle und der Staatsanwaltschaft zusammen. Die neue Maßnahme ist nur eine von mehreren, die bereits erfolgt sind oder noch kommen werden.

Die Materialkosten für die Schwellen betragen rund 8.500 Euro. Ihr Einbau erfolgt durch die Mitarbeiter des Tiefbauamtes. Die Schwellen können verschraubt und/oder geklebt werden – je nach Untergrund.

Aktuell sind noch keine weiteren Schwellenaufbringungen am Wall geplant. Die Nebenfahrbahn Ostwall ist durch die geplante Maßnahme im Bereich zwischen der Einfahrt nördlich der Löwenstraße und der Ausfahrt südlich der Agnes-Neuhaus-Straße bestmöglich bzw. gesichert.

2 Ein Team vom Tiefbauamt kümmern sich um die Baustelle am Ostwall – Bildrechte: Gaye-Suse Kromer

Ampelphasen sollen bald das Rasen stoppen

Noch in Arbeit ist eine weitere Maßnahme: Die Signalschaltungen am Wall werden zukünftig so verändert, dass Rotlichtphasen die Raser ausbremsen. Diese Veränderung ist von der Programmierung her komplex und braucht daher eine gewisse Vorlaufzeit.

Folgende Maßnahmen gegen Raser in ganz Dortmund sind zuletzt eingeleitet worden:

  • ·  Die Polizei führt fortlaufend Schwerpunktkontrollen vor Ort durch.
  • ·  Das Ordnungsamt hat auf Beschluss der Unfallkommission und in Zusammenarbeit mit dem „Runden Tisch“ stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen – vor allem im Wallbereich – aufgestellt.
  • ·  Das Tiefbauamt hat auf Phoenix West Fahrbahneinengungen, Geschwindigkeitsreduzierungen und Durchfahrtverbote eingerichtet. Am Schwanen- und Ostwall wurden zeitlich befristete Haltverbote eingerichtet, um die Szene zu verdrängen.

Quelle: Stadt Dortmund

 

 

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