Regionales Berufsbildungszentrum Dortmund will berufliche Bildung regional stärken

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Angehängt ist ein Bild vom Start des Regionalen Berufsbildungszentrums mit Ministerin Yvonne Gebauer (vordere Reihe Mitte) und Schuldezernentin Daniela Schneckenburger (vordere Reihe, 4.v.li.) sowie den beteiligten Schulleitungen. Foto: Roland Gorecki, Dortmund Agentur
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Heute fand die feierliche Auftaktveranstaltung des Schulversuchs „Regionales Berufsbildungszentrum Dortmund“ im gemeinsamen Veranstaltungssaal des Robert-Schuman-Berufskollegs, Robert-Bosch- Berufskollegs statt. Die Stadt Dortmund und das Land NRW unterstützen den auf fünf Jahre angelegten Schulversuch, indem über eine Geschäftsstelle die pädagogischen und administrativen Belange entwickelt, organisiert und evaluiert werden.

Das Grußwort sprach Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW. Es schlossen sich der Vortrag „Berufliche Bildung regional stärken!“ von Prof. Bernadette Dilger von der Universität St. Gallen, eine prominent besetzte Talkrunde und ein Ausblick an.

Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW sagt: „Die Landesregierung hat das Ziel, die berufliche Bildung zu stärken, und deswegen legen wir bis zum Ende der Legislatur einen besonderen Schwerpunkt darauf, die berufliche Bildung in NRW zukunftsweisend aufzustellen. Es freut mich, dass wir dies gleich zu Beginn des Jahres mit dem vielversprechenden Schulversuch zum Regionalen Berufsbildungszentrum deutlich markieren. Die acht Berufskollegs arbeiten mit ihrem Schulträger gemeinsam daran, auf die Region, ihre jungen Menschen und mit Blick auf die Zukunft passgenau zugeschnittene Bildungsgänge anzubieten.“

„Die beruflichen Schulen sind seit Jahren ein wichtiger Teil unserer Bildungslandschaft in Dortmund“, betonte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger. „So ist es in unserer Stadt aufgrund der langjährigen, sehr guten Zusammenarbeit gelungen, dass die acht Berufskollegs, die Stadt Dortmund und das Land NRW eine einzigartige Kooperation zur nachhaltigen Entwicklung der beruflichen Bildung und damit zur Sicherung der Ausbildung eingegangen sind und diese in einem Schulversuch fortsetzen werden.“

Berufliche Bildung regional stärken und auf die regionalen Erfordernisse anpassen – das steht im Mittelpunkt des Schulversuchs „Regionales Berufsbildungszentrum Dortmund“. Mit Blick auf den Strukturwandel, diedemografische Entwicklung und den zukünftigen Fachkräftebedarf haben die acht Städtischen Berufskollegs ihre Schulen zu einem Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) weiterentwickelt und den 2013 unterzeichneten Kooperationsvertrag mit der Schulträgerin Stadt Dortmund und dem damaligen Ministerium für Schule und Weiterbildung in einen Schulversuch übertragen.

Dieser Schulversuch zielt darauf, Strukturen und Bildungsangebote zu entwickeln, die an den Bedarfen und Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie der ausbildenden Betriebe orientiert sind.

In dem Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) setzen die Berufskollegs und die Stadt Dortmund gemeinsame Konzepte, Methoden und Instrumente um. Ziel ist es, ein zielgruppenspezifisches, bedarfsgerechtes und kompetenzorientiertes Bildungsangebot für die Schülerinnen und Schüler in der Region vorzuhalten und ein gutes Beratungssystem zu etablieren. Es gilt, den Wirtschaftsstandort Dortmund zu stärken und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Der Leitungskonferenz gehören Schuldezernentin Daniela Schneckenburger sowie die Schulleitungen aller acht Berufskollegs an.

Ein Beirat unter Beteiligung der Schulaufsicht, der IHK zu Dortmund und HWK Dortmund, den Lehrerräten, der Agentur für Arbeit, dem DGB, der Vorsitzenden des Schulausschusses der Stadt, dem Fachbereich Schule und der Wirtschaftsförderung begleitet die Arbeit. Dieses Gremium wird eingebunden in den Dortmunder Beirat „Übergang Schule – Arbeitswelt“, der Impulse für die Ausgestaltung gibt und die Entwicklungsarbeit aktiv begleitet.

Das Regionale Berufsbildungszentrum setzt sich insbesondere dafür ein, dass

  • durch ein ausgebautes und verstetigtes Monitoring die Regionale Bildungsangebotsplanung der Stadt Dortmund unterstützt wird.
  • durch die RBZ-Geschäftsstelle und den RBZ-Verbund neue Wege zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit gefunden werden.
  • Abschluss- und Anschlussoptionen für unterschiedliche Zielgruppen von Lernenden in Dortmund eröffnet werden.
  • die Attraktivität der dualen Berufsbildungsgänge in der Region durch das Angebot doppelqualifizierender Bildungsgänge – gleichzeitiger Erwerb eines Berufsabschlusses und der Fachhochschulreife – gestärkt wird und
  • die Integrationsperspektive von Jugendlichen der internationalen Förderklassen verbessert wird.

Quelle: Stadt Dortmund / Kontakt: Anke Widow

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