Dem Klimawandel in der Nordstadt begegnen

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Die Bildrechte liegen bei Stadt Dortmund, Koordinierungsstelle "nordwärts"
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Städte werden lernen müssen, mit den Folgen des Klimawandels, wie Starkregen und Hitze, umzugehen. Neben der Stadtverwaltung und den politischen Entscheidungsträgern ist es wichtig, dass sich auch Akteure aus den Stadteilen, wie Bürger*innen, Unternehmen, Vereine und Verbände mit den Gegebenheiten Ihres Umfeldes auseinander setzen und ihr persönliches Verhalten überdenken und anpassen. Mit dem Projekt „iResilience“ soll erprobt werden, wie den Auswirkungen des Klimawandels in zwei Pilotgebieten begegnet werden kann.

Am Donnerstag, den 29. August folgten 25 Teilnehmer*innen der Einladung des Quartiersprojekts „iResilience“ in die Paulus-Kirche. In der zweiten öffentlichen Veranstaltung des Projekts wurde ein Zukunftsbild für eine klimarobuste Nordstadt erarbeitet.

Zu Beginn stellten Experten aus Forschung und Verwaltung die Folgen des Klimawandels für die Nordstadt vor. Ein Blick in die Zukunft wurde für das Themenfeld Hitze anhand eines kleinräumigen Klimaszenarios für die Umgebung der Schützenstraße geworfen. Dabei wurde deutlich, dass sich Hitze in stark versiegelten Innenhöfen staut, Grün- und Freiflächen aber einen Kühlungseffekt haben und somit das Mikroklima verbessern. Besonders von der Hitze betroffen sind ältere Menschen, Kleinkinder und Arbeitende in der Nordstadt. Anhand der Starkregengefahrenkarte der Stadtentwässerung wurden verschiedene Überflutungsschwerpunkte identifiziert und diskutiert.

In anschließenden Gruppenarbeiten wurde eine Vision für eine klimarobuste Nordstadt gezeichnet. Diese Vision ist die Basis für die im Oktober startenden Arbeitsgruppen: Bei den thematischen AGs geht es darum, die Inhalte des Zukunftsbildes weiter zu verfolgen und Themenfelder zu finden, in denen gemeinsam gearbeitet werden kann. Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Akteure aus dem Quartier, wie z.B. Schulen und Kitas, Altenheime, Vereine, Hauseigentümer*innen oder örtliche Unternehmen, sind herzlich dazu eingeladen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen ins Projekt einzubringen. Gemeinsam mit Stadtverwaltung, Politik und Wissenschaft können in den AGs Ideen zu den Themen Hitze und Gesundheit und Stadtgrün & Blau für die Nordstadt entwickelt werden und beispielhafte Maßnahmen geplant werden.

Die ersten Termine für die Arbeitsgruppen stehen bereits fest:

AG Hitze & Gesundheit

7.10.2019, 17 Uhr
Nordstadtgalerie der „Hochschule vor Ort“

AG Grün & Blau

9.10.2019, 17 Uhr
Weitere Informationen finden Sie unter: https://iresilience.jimdofree.com/

Zum Hintergrund

Die Folgen des Klimawandels, wie Starkregenereignisse und anhaltende Hitze- und Trockenperioden, stellen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Verwaltung und Politik immer häufiger vor neue Herausforderungen. Städte müssen sich vorausschauend an den Klimawandel anpassen und die Klimaresilienz, d.h. die Widerstands- und Veränderungsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels, verbessern.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „iResilience“ untersucht und erprobt in den Städten Köln und Dortmund, mit welchen innovativen Lösungen den Folgen des Klimawandels begegnet werden kann. Dazu wird in den Dortmunder Pilotgebieten „Jungferntal/Huckarde“ und „Schützenstraße & Umgebung/Innenstadt-Nord“ ein zweijähriger Beteiligungs- und Kooperationsprozess (Reallabor) durchgeführt.

Ziel ist es, gemeinsam mit den in diesen Vierteln lebenden und sich engagierenden Menschen und Einrichtungen neue Vorgehensweisen, Kooperationen, digitale Tools und Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln und zu erproben, um die Klimaresilienz der Stadtquartiere zu stärken. Dabei stehen die Themenbereiche „Hitze&Gesundheit“, „Städtisches Grün“ und „Überflutungsvorsorge“ im Fokus.

Projektpartner

Sozialforschungsstelle der TU Dortmund (Verbundkoordination)
Bornstraße 142
44145 Dortmund

Nordstadtgalerie der „Hochschule vor Ort“
Bornstraße 142
44145 Dortmund

Stadt Dortmund (Koordinierungsstelle „nordwärts“ in Kooperation mit der Stadtentwässerung)

Stadt Köln (Umwelt- und Verbraucherschutzamt)

Stadtentwässerungsbetriebe Köln (AöR)

Dr. Pecher AG

Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), Bereich Umwelt

Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.

HafenCity Universität Hamburg (HCU, Bereich Architektur und Landschaft)

TU Dortmund, ie3 – Institut für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaf

Quelle: Stadt Dortmund

 

 

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