Jungferntaler begegnen dem Klimawandel

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Die Bildrechte liegen bei Stadt Dortmund, Koordinierungsstelle "nordwärts"
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So sieht ein klimarobustes Jungferntal aus

Starkregen, Hitze und Dürre: Mit fortschreitendem Klimawandel treten extreme Wetterereignisse zunehmend auf und zeigen einmal mehr, dass sich Städte an die Folgen des Klimawandels anpassen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Klimafolgen (Klimaresilienz) verbessern müssen. Mit dem Projekt „iResilience“ soll den Auswirkungen des Klimawandels in zwei Pilotgebieten begegnet werden.

Rund Interessierte folgten am Montag, den 02.09., der Einladung des Quartiersprojekts „iResilience“ in die Jungferntal-Grundschule zu einer ersten öffentlichen Veranstaltung. Gemeinsam wurde ein Zukunftsbild für ein klimarobustes Quartier erarbeitet, bei dem Grünflächen, Luftströme und das Sammeln und Speichern von Regenwasser eine besondere Rolle spielen. Wichtig hierfür sind die Zusammenarbeit und der Austausch verschiedener Akteure im Quartier.

Zu Beginn stellten Experten aus Forschung und Verwaltung die Folgen des Klimawandels für das Jungferntal vor. Ein Blick in die Zukunft wurde für das Themenfeld Hitze anhand verschiedener Klimaszenarien geworfen. Besonders von der Hitze betroffen sind ältere Menschen und Kleinkinder im Jungferntal. Anhand der Starkregengefahrenkarte der Stadt Dortmund wurden Überflutungsschwerpunkte identifiziert und diskutiert.

In anschließenden Gruppenarbeiten wurde eine Vision für ein klimarobustes Jungferntal gezeichnet. Eine kleine Rolle spielte die Idee eines Sees im Norden des Quartiers. Diese Vision ist die Basis für eine Ende Oktober startende Arbeitsgruppe: Bei der thematischen AG geht es darum, die Inhalte des Zukunftsbildes weiter zu verfolgen und Themenfelder zu finden, in denen gemeinsam gearbeitet werden kann. Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Akteure aus dem Quartier, wie z.B. Hauseigentümer*innen oder örtliche Unternehmen, sind herzlich dazu eingeladen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen ins Projekt einzubringen. Gemeinsam mit Stadtverwaltung, Politik und Wissenschaft können in den AGs Ideen zu den Themen Überflutungsvorsorge und Hitze im Jungferntal entwickelt werden und beispielhafte Maßnahmen geplant werden.

Zum Hintergrund

Die Folgen des Klimawandels, wie Starkregenereignisse und anhaltende Hitze- und Trockenperioden, stellen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Verwaltung und Politik immer häufiger vor neue Herausforderungen. Städte müssen sich vorausschauend an den Klimawandel anpassen und die Klimaresilienz, d.h. die Widerstands- und Veränderungsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels, verbessern.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „iResilience“ untersucht und erprobt in den Städten Köln und Dortmund, mit welchen innovativen Lösungen den Folgen des Klimawandels begegnet werden kann. Dazu wird in den Dortmunder Pilotgebieten „Jungferntal/Huckarde“ und „Schützenstraße & Umgebung/Innenstadt-Nord“ ein zweijähriger Beteiligungs- und Kooperationsprozess (Reallabor) durchgeführt.

Ziel ist es, gemeinsam mit den in diesen Vierteln lebenden und sich engagierenden Menschen und Einrichtungen neue Vorgehensweisen, Kooperationen, digitale Tools und Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln und zu erproben, um die Klimaresilienz der Stadtquartiere zu stärken. Dabei stehen die Themenbereiche „Hitze&Gesundheit“, „Städtisches Grün“ und „Überflutungsvorsorge“ im Fokus.

Projektpartner
Sozialforschungsstelle der TU Dortmund (Verbundkoordination)

Stadt Dortmund (Koordinierungsstelle „nordwärts“ in Kooperation mit der Stadtentwässerung)

Stadt Köln (Umwelt- und Verbraucherschutzamt)

Stadtentwässerungsbetriebe Köln (AöR)

Dr. Pecher AG

Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), Bereich Umwelt

Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.

HafenCity Universität Hamburg (HCU, Bereich Architektur und Landschaft)

TU Dortmund, ie3 – Institut für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaf

Quelle: Stadt Dortmund

 

 

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