Nelly-Sachs-Preis für irakisch-kurdischen Autor Bachtyar Ali

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Bachtyar Ali im Rathaus der Stadt Dortmund (Bild: Roland Gorecki/Dortmund Agentur)
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In seinem Buch geht es um Menschlichkeit und Humanismus.

Am gestrigen Sonntag, dem 10. Dezember, zeichnete die Stadt Dortmund den irakisch-kurdischen Autor Bachtyar Ali mit dem Nelly-Sachs-Preis aus. Das teilte die Stadt gestern in einer Pressemitteilung mit.

Bürgermeisterin Birgit Jörder übergab den mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis bei einem Festakt im Dortmunder Rathaus.

Der 51-Jährige zählt zu den bedeutenden Autoren der islamischen Welt. Er schreibt auf Sorani, der südöstlichen Variante des Kurdischen. Zwei seiner Romane sind bereits in deutscher Sprache erschienen: „Die Stadt der weißen Musiker“ und „Der letzte Granatapfel“ erschienen 2016 und 2017 im Unionsverlag Zürich. Der Autor erzählt darin auf poetische Weise vom Schicksal irakischer Kurden.

Bachtyar Ali wurde 1966 im Nordirak geboren. 1983 geriet er durch sein Engagement in den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Seit Mitte der Neunziger lebt Bachtyar Ali in Deutschland. Sein Gesamtwerk umfasst Romane, Gedichte und Essays.

Alle zwei Jahre vergibt die Stadt Dortmund den Preis, der nach der Schriftstellerin Nelly Sachs benannt ist, an Persönlichkeiten, die Herausragendes auf dem Gebiet der Literatur leisten.

Bürgermeisterin Birgit Jörder mit Bachtyar Ali (Foto: Anja Kador/Dortmund Agentur)

 

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